Deine Karrierechancen als Virtuelle Assistenz für Meta Werbeanzeigen

Kundengewinnung, Online Business, Social Media, Weiterentwicklung | 21/08/2023

Interview mit Ads-Experten Andreas Mendle von Funnelfox

Werbeanzeigen auf Facebook und Instagram sind in der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Die Reichweite organischer Beiträge sinkt immer weiter und wer in der digitalen WeIt mit seinen Angeboten auffallen möchte, kommt um bezahlte Werbeanzeigen nicht mehr herum.

Um so höher ist auch der Bedarf nach Experten, die erfolgreiche Werbeanzeigen für ihre Kunden schalten. Einer dieser Experten ist Andreas Mendle von Funnelfox.

In diesem Interview erfährst du, wie Andreas gemeinsam mit seiner Partnerin mit Werbeanzeigen als Dienstleistung begonnen und sich von Virtuellen Assistenten zu ausgebuchten und gefragten Werbeanzeigen-Spezialisten entwickelt hat.

Andreas plaudert aus dem Nähkästchen und verrät dir:

  • wie lange es gedauert hat bis sie als Ads-Experten ausgebucht waren
  • wie sie ihre ersten Kunden gefunden haben
  • wieviel du als Virtuelle Assistenz im Bereich Werbeanzeigen verdienen kannst
  • wie du als Virtuelle Assistentin Werbeanzeigen in dein Angebot aufnehmen kannst. 
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Wie habt ihr angefangen, Werbeanzeigen für Kunden zu schalten?

Wir waren als digitale Nomaden unterwegs und haben ganz viele Jobs gemacht, die wir online gefunden haben. Seo Texte schreiben, Businesspläne erstellen - alles Mögliche . Und dann haben wir überlegt, wie wir uns auf ein Thema spezialisieren können. In dieser Zeit haben wir festgestellt, dass ein großes Interesse an Werbeanzeigen besteht.

Aus unseren vorherigen Jobs im Konzern kannten wir uns etwas mit Ads aus. Dann haben wir einfach etwas herumexperimentiert und entschieden, dass wir uns darauf spezialisieren möchten. Seitdem hat sich unser Business einfach komplett nach oben katapultiert. Wir haben uns vom Bauchladen zu Experten mit Spezialisierung auf Ads entwickelt.

Warum ausgerechnet Ads? Was hat euch dazu bewegt, Ads anzubieten?

Es handelt sich hierbei um eine vielseitige Tätigkeit, bei der unterschiedliche Stärken gefragt sind – von analytischem Denken über Kreativität bis hin zu Marketing Know-how und anderen Kompetenzen. Die Abwechslung ist dabei besonders reizvoll, das muss ich schon sagen.

Es ist auch eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit, dementsprechend kann ich dafür auch höhere Preise abrufen als für vergleichbare andere Tätigkeiten. Der dritte Grund liegt in der hohen Nachfrage in diesem Bereich. Nachdem wir eine Kundin gefunden hatten, bekamen wir durch ihre Empfehlungen immer mehr Aufträge. Das hat sich dann alles sehr schnell entwickelt. Aufgrund dieser Entwicklung haben wir uns bewusst für die Spezialisierung im Werbeanzeigen Management entschieden.

Wie habt ihr eure ersten Kunden gewonnen?

Einigen war bekannt, dass wir Facebook Ads anbieten. In deiner Jobbörse wurde wir unter einem Gesuch empfohlen. Die Kundin hat dann Kontakt zu uns aufgenommen und wurde unsere erste richtige Kundin. Diese Kundin war sehr gut mit anderen online Unternehmerinnen vernetzt und hat uns weiterempfohlen. So haben wir uns dann nach und nach einen Kundenstamm aufgebaut. 

Wenn du bei deinen Kunden gute Leistungen und Ergebnisse bringst und zusätzlich eine Dienstleistung anbietest, die sehr gefragt ist und von nicht vielen Dienstleistern angeboten wird, dann ist das eine Erfolgsgarantie.

Das ist heute immer noch so. Natürlich gibt es heute mehr Ads Manager als noch vor 7 Jahren zu unseren Anfangszeiten, aber der Kuchen ist immer noch so riesig. Wir bekommen immer noch super viele Anfragen für diese direkte Leistung. Aber wir sind ausgebucht und müssen leider alle Anfragen ablehnen. Das Interesse ist ungebrochen, denn es werden immer mehr Online Unternehmer, die ihr Business starten und zwangsläufig an den Punkt kommen, wo sie Werbeanzeigen brauchen, um noch höher zu skalieren. 

Wie lange hat es gedauert, bis ihr ausgebucht wart?

Dies ging vergleichsweise zügig voran. Zu Beginn hatten wir noch keine klare Vorstellung, wann wir überhaupt "ausgebucht" sind. Somit haben wir erst einmal nahezu alle Anfragen angenommen. Dies ist ein typischer Schritt, den man am Anfang unternimmt, wenn noch keine Erfahrungswerte vorhanden sind. Infolgedessen stießen jeden Monat neue Kunden hinzu.

Am Anfang haben wir hauptsächlich Onlinekurs Anbieter betreut. Wir haben jedoch auch herumexperimentiert in andere Bereiche, wie beispielsweise mit einer Versicherungsagentur oder der Bewerbung eines Energy Drinks. Da haben wir uns relativ schnell wieder davon verabschiedet. Innerhalb eines Jahres hatten wir aktive 12 Kunden, für die wir arbeiteten.

Zwölf ist definitiv eine anspruchsvolle Anzahl, besonders wenn man bedenkt, dass man nur zwischen fünf und acht Stunden pro Tag arbeiten kann. Es ist aber trotzdem machbar, da die Strategien für bestimmte Zielgruppen (z. B. Onlinekurs Anbieter) relativ gut standardisiert werden können. Zum Beispiel brauchte ich für Onlinekurs Anbieter nicht für jede Kundin eine individuelle Strategie zu entwickeln. Diese Standardisierung ermöglichte es uns, die Ads zu optimieren.

Der Fortschritt verlief schrittweise, aber bei zwölf Kunden bemerkten wir bereits, dass dies die Grenze war. Wir erkannten, dass, wenn wir in Richtung Coaching und Kursentwicklung gehen wollten, dies nun der Wendepunkt war. Mit zwölf Kunden hatten wir bereits recht gut davon leben können. Aber irgendwann kamen wir zu dem Punkt, an dem wir beschlossen haben: Jetzt wollen wir selbst Kurse verkaufen.

Was waren eure Preismodelle? Habt ihr über Stundensätze abgerechnet oder Pauschalpreise angeboten?

Zu Beginn haben wir stundenweise abgerechnet. Wir haben uns damals auch mit E-Mail Marketing beschäftigt, Websites erstellt und Ähnliches. Für all das haben wir stundenweise abgerechnet.

Doch wir sind dann schnell auf Pauschalpreise umgestiegen. Der Grund dafür ist folgender: Stell dir vor, du fängst gerade an, Anzeigen zu schalten. Am Anfang benötigst du vielleicht mehr Zeit, um beispielsweise Grafiken für die Anzeigen zu erstellen oder den passenden Text zu formulieren. Auch das Einrichten des Werbeanzeigenmanagers kann anfangs zeitaufwendig sein. Doch nach einigen Monaten hast du diesen Prozess verinnerlicht. Die Erstellung einer Kampagne samt Bildern dauert nur noch etwa fünf Minuten oder so. In diesem Stadium spielt die Zeitkomponente nicht mehr so eine große Rolle. Trotzdem stecke ich nach wie vor geistige Energie und strategisches Denken in die Arbeit. Das ist der Grund, weshalb wir uns entschlossen haben zu sagen: "Alles klar, wir rechnen pauschal ab." So sind wir weniger von unserer Arbeitszeit abhängig, sondern mehr von den Ergebnissen, die wir liefern.

Welchen Stundensatz würdet ihr Virtuellen Assistenzen mit Schwerpunkt Werbeanzeigen empfehlen?

Grundsätzlich würde ich einen Mindestbetrag von mindestens 80 Euro veranschlagen, jedoch würde ich diesen auch recht zügig entsprechend anpassen. Eine relativ schnelle Anpassung nach oben ist definitiv realistisch, und Stundensätze von über 100 Euro sind durchaus möglich.

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Sind Kunden bereit, höhere Preise für das Schalten von Werbeanzeigen zu bezahlen?

Die Kunden sind auf jeden Fall bereit, diese Preise zu bezahlen. Bei unseren Pauschalpreisen haben wir zunächst mit 600 Euro angefangen. Da hatten wir aber keine vorherige Erfahrung über unsere Preiskalkulation. Doch recht schnell erkannten wir, dass Kunden auch bereit sind, 800 Euro zu investieren. Tatsächlich waren manche sogar dazu bereit, bis zu 1000 Euro oder mehr zu bezahlen.

Dies veranlasste uns, die Preise schrittweise zu erhöhen und kontinuierlich zu testen. Wir haben getestet, welche Erwartungshaltung unsere Kunden bei verschiedenen Preisstufen hatten. 

Durch diesen Prozess sammelten wir wertvolle Erfahrungen, ohne jemals in Diskussionen über die Bezahlung verstrickt zu sein. Unsere Preise wurden von keinem Kunden verhandelt.

Können Virtuelle Assistenten Werbeanzeigen nutzen, um mehr Kunden zu gewinnen?

Es ist definitiv eine Möglichkeit, aber ich würde eine andere Strategie empfehlen. Statt direkt Werbeanzeigen für die Dienstleistung zu schalten, wäre es ratsam, als Dienstleister wie Virtuelle Assistenz eine Art Community aufzubauen. Das kann bedeuten, dass man Content erstellt, zum Beispiel auf Instagram, und Einblicke in seine Arbeit gewährt.  

Auch als Virtuelle Assistenz würde ich so vorgehen, wie wenn ich ein klassisches Online Business aufbauen würde. Denkbar ist ein kostenloses Angebot (Freebie), um frühzeitig eine E-Mail-Liste aufzubauen.

Durch solche Inhalte kann man Sichtbarkeit erlangen, und Anfragen kommen dann automatisch, denn die Menschen erkennen deine Expertise und wollen jemanden, der für sie genauso erfolgreiche Ads schaltet.

Rückblickend hätten wir uns zu Beginn sehr darüber gefreut, wenn wir bereits viel früher damit begonnen hätten, beispielsweise eine E-Mail-Liste aufzubauen und unseren Instagram-Kanal zu stärken, bevor wir unser erstes Webinar durchführten.

Warum du als Virtuelle Assistenz eine E-Mail Liste aufbauen solltest:

Für viele ist die Virtuelle Assistenz der Einstieg und ein Sprungbrett in das Online Business.

Nach einiger Zeit wirst du deine Fähigkeiten erweitern und tieferes Verständnis für die Strukturen eines Online Business entwickeln. Das führt dich zur nächsten Stufe. Dein Wissen kannst du in Form von Kursen, Workshops, Coachings und E-Books weitergeben und dir damit eine weitere Einkommensquelle schaffen. 

Im Hinblick darauf ist es sinnvoll, dir frühzeitig eine kaufkräftige und aktive Community aufzubauen. Werbeanzeigen können von Anfang an dabei helfen. Baue dir rechtzeitig eine E-Mail Liste auf - nicht erst wenn du mit dem Verkauf von digitalen Produkten beginnen willst!

Warum sind Werbeanzeigen heutzutage so wichtig?

Werbeanzeigen gewinnen von Jahr zu Jahr an Bedeutung. Die sozialen Medien werden immer dichter mit Angeboten gefüllt, daher steigt die Wichtigkeit von Anzeigen kontinuierlich.

Die organische Reichweite in sozialen Medien wird immer schwieriger. Der Schlüssel liegt darin, eine E-Mail-Liste aufzubauen, und das kann durch Werbeanzeigen direkt unterstützt werden. Auf diese Weise schaffst du bereits eine solide Basis mit potenziellen Kundinnen.

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